arrow_back Zurück zur Übersicht Hintergrundwissen

Wie Mediation
funktioniert.

Mediation ist kein Zufallsprodukt. Dahinter steckt ein psychologisch fundiertes Modell, das erklärt, warum Menschen in Konflikten feststecken – und wie der Weg heraus aussieht.

Das Modell

Konfliktenergie & der Lösungsraum

edit_note Inhalte werden in einem zweiten Schritt ergänzt.

Diagramm: Konfliktenergie über die 5 Phasen der Mediation – der Abfall in Phase 3 öffnet den Lösungsraum
Die natürliche Ernte (Phase 4): Wie aus dem Lösungsraum organische Win-Win-Lösungen entstehen
Mehr erfahren

Häufige Fragen

Grundlagen

Mediation ist ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem Konfliktparteien mithilfe eines neutralen Mediators freiwillig und eigenverantwortlich gemeinsam Lösungen für ihren Konflikt erarbeiten.

Hierfür gibt es keine Vorgaben. Mediation ist immer dann möglich und sinnvoll, wenn zwei oder mehr Menschen miteinander einen Konflikt haben und alle Beteiligten den Wunsch haben, dafür gemeinsam eine Lösung zu finden. Worum es auf der inhaltlichen Ebene geht, spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.

Natürlich hat jeder Mediator bestimmte Schwerpunkte, in denen er oder sie besonders erfahren ist. Unsere Schwerpunkte finden Sie auf der Hauptseite.

Ja, auf jeden Fall. Oft summieren sich kleinere und zunächst weniger schwerwiegende Konflikte über die Zeit und wachsen so zu Auseinandersetzungen an, die eine Beziehung ernsthaft gefährden können. Kein Konflikt ist zu klein, um ihn in einer Mediation zu besprechen. Ein kleinerer Konflikt lässt sich häufig sehr schnell und kostengünstig in nur einer einzigen Sitzung bearbeiten.

Prinzipien & Ablauf

In der Mediation gibt es keinen Richter. Die Parteien selbst sind für die Inhalte und Lösungen verantwortlich. Der Mediator ist ausschließlich für die Steuerung des Prozesses zuständig.

In die Abschlussvereinbarung werden nur Lösungen aufgenommen, denen beide bzw. alle Parteien ausdrücklich zustimmen. Niemand muss also befürchten, dass in einer Mediation etwas entschieden wird, das er oder sie nicht mitträgt.

Der Mediator steht auf der Seite aller Beteiligten gleichzeitig. Er bewertet nicht, ergreift für niemanden Partei und achtet darauf, dass alle Parteien gleichermaßen Gehör und Wertschätzung erfahren.

Ja. Alles, was in der Mediation besprochen wird, ist streng vertraulich. Der Mediator unterliegt einer gesetzlichen Schweigepflicht.

Das ist kein Problem. Eine Mediation stellt keine langfristige Verpflichtung dar. Das Prinzip der Freiwilligkeit besagt, dass Sie das Verfahren jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden können. Es entstehen dann keine über das bereits Geleistete hinausgehenden Kosten.

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Es gibt Mediationen, die über mehrere Monate laufen und eine zweistellige Anzahl an Terminen umfassen. Es gibt aber auch Mediationen, die in einer einzigen Sitzung zu einer Lösung führen.

Wichtig: Ein Mediationsprozess ist keine Verpflichtung, an der die Parteien langfristig festgehalten werden. Der Prozess wird nur so lange fortgeführt, wie alle Beteiligten weiterhin an einer Lösung interessiert sind. Ist eine Einigung vorzeitig erreicht oder besteht kein Interesse mehr an einer Fortsetzung, kann der Prozess jederzeit beendet werden.

Formate

Bei einer Co-Mediation wird der Prozess von zwei Mediatoren gemeinsam geleitet. Dies ermöglicht besondere Methoden, wie etwa das „Reflecting Team": Die beiden Mediatoren tauschen sich dabei im Beisein der Klientinnen und Klienten offen über die gehörten Perspektiven aus, um neue Impulse und Aha-Momente zu erzeugen.

Der Einsatz zweier Mediatoren – im Idealfall unterschiedlichen Geschlechts – kann außerdem dazu beitragen, dass Sie sich als Klientin oder Klient fairer und gleichermaßen repräsentiert fühlen. Ein Mediator ist zwar grundsätzlich allparteilich, das Geschlecht des Mediators kann in bestimmten Konfliktkonstellationen dennoch eine Rolle spielen.

Ja. Online-Mediation ist möglich und folgt denselben professionellen Standards wie ein Präsenzgespräch. Sie erfordert eine stabile Internetverbindung. Erfahrungsgemäß finden Online-Sitzungen in kürzeren Einheiten mit häufigeren Pausen statt, da die Bildschirmarbeit ermüdender sein kann als ein persönliches Gespräch.

Praktisches

Da wir keine Rechtsanwälte sind, können wir keine Rechtsberatung leisten. Bei rechtlich relevanten Themen empfehlen wir eine externe anwaltliche Beratung vor Abschluss der endgültigen Vereinbarung. Diese dient als eine Art „Stresstest", damit Sie eine vollständig informierte Entscheidung treffen können.

Werden keine rechtlich relevanten Themen behandelt – was etwa bei Konflikten in Freundschaften oder Beziehungen häufig der Fall ist – steht es Ihnen frei, ob Sie die Abschlussvereinbarung anwaltlich in ein rechtssicheres Dokument überführen möchten oder nicht.

Das Honorar sowie die voraussichtliche Dauer und Häufigkeit der Sitzungen werden im Erstgespräch transparent besprochen und im Mediationsvertrag schriftlich festgehalten.

Hinweis zum aktuellen Stand

Bis zur Erlangung unserer Zertifizierung arbeiten wir auf Spendenbasis. Die Spende dient zur Deckung unserer tatsächlich entstehenden Kosten – insbesondere für die zur Zertifizierung notwendige Supervision sowie für die Raummiete. Ein Honorar für unsere Mediationsleistung erhalten wir in dieser Phase nicht.

Bereit für den ersten Schritt?

Vereinbaren Sie ein kostenloses 30-minütiges Erstgespräch. Unverbindlich, vertraulich, auf Augenhöhe.

Termin vereinbaren arrow_forward